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Logo Christlich leben. Mittendrin. Kirche gestalten.

Fragen und Antworten

Das Entwicklungsprogramm „Christlich leben. Mittendrin.“

Was ist „Christlich leben. Mittendrin.“?‎

Das Programm „Christlich leben. Mittendrin.“ entwickelt die Kirche im Bistum Essen weiter, um den Menschen in dieser Region auch künftig an vielen Orten vielfältige christliche Angebote zu machen. In den unterschiedlich geprägten Städten und Landkreisen der Region bietet das Bistum Essen den Glauben als eine Möglichkeit an, solidarisch und friedlich miteinander zu leben. So sollen christliche Werte mitten in der sich verändernden Gesellschaft wirksam bleiben. 

Warum braucht das Bistum Essen „Christlich leben. Mittendrin.“?‎

Das Bistum Essen hat „Christlich leben. Mittendrin.“ gestartet, weil sich die gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen tiefgreifend verändert haben. Die Kirche wird kleiner – und viele bisherige Strukturen und Angebote erreichen die Menschen nicht mehr, weil die Frage nach Gott für viele an Relevanz verloren hat. Das Programm „Christlich leben. Mittendrin.“ entwickelt die Kirche im Bistum Essen weiter, um den Menschen in dieser Region auch künftig an vielen Orten vielfältige christliche Angebote zu machen.

Worum geht es bei „Christlich leben. Mittendrin.“‎ im Kern?‎

„Christlich leben. Mittendrin.“ bündelt die Ressourcen der Kirche und formt in jeder Stadt und in jedem Landkreis des Bistums Essen ein stabiles und verbindliches Netzwerk der katholischen Organisationen, Einrichtungen und Gruppen sowie weiterer Partnerinnen und Partner. So entstehen Stadt- und Kreiskirchen, die die Zusammenarbeit stärken und die kirchlichen Angebote vor Ort sichtbarer machen. 

Ein Akteur unter vielen anderen in diesen Netzwerken sind die Pfarreien. Sie werden zu neuen, größeren Einheiten zusammengeführt, die sich an den Zuschnitten der Stadt- und Kreiskirchen orientieren. So werden vor allem die Verwaltungsstrukturen der Pfarreien entlastet.

Geht es bei „Christlich leben. Mittendrin.“ nur um Strukturveränderungen?‎

Nein. Strukturen spielen eine wichtige Rolle, weil sie Verantwortung, Zusammenarbeit und Verbindlichkeit ermöglichen. „Christlich leben. Mittendrin.“‎ ist jedoch deutlich mehr als eine reine Strukturreform. Das Programm 

  • richtet die Seelsorge im Bistum Essen neu aus,

  • bildet verbindliche Netzwerke der katholischen Akteure vor Ort, 

  • entwickelt die Organisation der Kirche im Bistum Essen weiter. 

Ist „Christlich leben. Mittendrin.“‎ ein Sparprozess?‎

„Christlich leben. Mittendrin.“ ist kein Sparprozess, sondern ein kirchliches Entwicklungsprogramm, das allerdings unter enger werdenden personellen und finanziellen Rahmenbedingungen umgesetzt wird. „Christlich leben. Mittendrin.“‎ steht dabei nicht für bloßes Kürzen, sondern setzt unter veränderten Bedingungen neue Schwerpunkte, bündelt Kräfte und entwickelt das kirchliche Leben verantwortlich weiter. 

 

 

‎„Christlich leben. Mittendrin.“ vor Ort

Was bedeutet „Stadtkirche“ oder „Kreiskirche“?‎

Die Stadt- oder Kreiskirche ist das gemeinsame Netzwerk der katholischen Akteure in einer Stadt oder einem Landkreis. In diesem verbindlichen Netzwerk gestalten die verschiedensten Organisationen, Einrichtungen und Gruppen das christliche Leben gemeinsam – und nicht nebeneinander. Dieses Netzwerk ist offen für Kooperationen mit Partnerinnen und Partnern aus anderen Kirchen und Glaubensgemeinschaften sowie mit Akteuren aus Kommune und Zivilgesellschaft.

Was bedeutet „Stadtpfarrei“ oder „Kreispfarrei“?‎

Die Stadt- oder Kreispfarrei beschreibt die künftige pfarrliche Struktur im Programm „Christlich leben. Mittendrin.“. Während Stadt- oder Kreiskirche den Raum des künftigen Netzwerks aller katholischen Akteure bezeichnet, geht es bei der Stadt- oder Kreispfarrei um die verfasste Pfarreiebene mit ihren künftigen Leitungs- und Beteiligungsstrukturen. Wie Stadt- und Kreiskirchen werden sich auch die künftigen Pfarreien an kommunalen Grenzen orientieren.

Was bedeutet ‎„Christlich leben. Mittendrin.“‎ für das kirchliche Leben vor Ort?‎

„Christlich leben. Mittendrin.“‎ ermuntert dazu, Bewährtes zu stärken, Überholtes loszulassen und Neues zu entwickeln, um auch künftig an vielen Orten vielfältige christliche Angebote zu machen. Ziel ist, dass die Kirche auch unter veränderten Bedingungen nah bei den Menschen bleibt und wirksam in ihrem Lebensumfeld ist.

Welche Rolle spielen Ehrenamtliche und andere kirchliche Akteure?‎

Eine entscheidende. ‎„Christlich leben. Mittendrin.“‎ setzt auf das Zusammenwirken vieler Akteure – etwa Pfarreien, Caritas, Kitas, Schulen, Verbände und weiterer kirchlicher Einrichtungen – und verbindet dies mit dem Anspruch, Ehrenamt und Hauptberuflichkeit gut aufeinander zu beziehen. 

Strukturen und Entscheidungswege von „Christlich leben. ‎Mittendrin.“‎

Wer entscheidet, wie „Christlich leben. Mittendrin.“ gestaltet und umgesetzt wird?‎

Die grundlegenden Entscheidungen zu „Christlich leben. Mittendrin.“ trifft Bischof Franz-Josef Overbeck. Daneben gibt es die Programmleitung, die die strategische Ausrichtung von „Christlich leben. Mittendrin.“ im Blick hat, sowie eine Steuerungsgruppe, die die Programmleitung unterstützt, Themen bündelt und verschiedene Arbeitsstränge im Programm zusammenführt. Bischof Overbeck hat die Programmleitung und die Steuerungsgruppe beauftragt, die nächsten Umsetzungsschritte vorzubereiten, zu planen und die operative Umsetzung zu unterstützen. Zugleich sollen Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege im Programm klar und transparent geordnet werden. Die diözesanen Rahmen sollen dabei viele Entscheidungsmöglichkeiten vor Ort belassen. 

Wie werden die lokalen Prozesse gestaltet?‎

„Christlich leben. Mittendrin.“ wird in den Städten und Landkreisen des Bistums Essen umgesetzt. Dabei wird der verbindliche Rahmen auf Bistumsebene gesetzt, die konkrete Ausgestaltung vor Ort aber gemeinsam mit den beteiligten Akteuren entwickelt. Welche pastoralen Schwerpunkte gesetzt werden und wie die Zusammenarbeit konkret aussieht, wird also nicht zentral bis ins Detail vorgegeben, sondern in den jeweiligen Regionen erarbeitet. Grundsätzlich bauen die lokalen Prozesse auf der Arbeitsfähigkeit der künftigen Pfarreien auf. In einem folgenden Schritt werden dann die Netzwerke der Stadt- und Kreiskirchen entwickelt.

Wie sieht der Zeitplan für „Christlich leben. Mittendrin.“ aus?‎

Nach der Gründung der beiden ersten Stadtpfarreien in Bottrop und Oberhausen Anfang 2026 wird das Entwicklungsprogramm „Christlich leben. Mittendrin.“ nun nach und nach in den Städten und Kreisen des Bistums Essen umgesetzt. Der Abschluss ist derzeit für Ende 2031 geplant, je nach Entwicklung des Programms kann sich dieser Termin aber auch noch verändern.

Wie wurden Rückmeldungen zu den Modellvorschlägen berücksichtigt?‎

In der sogenannten Konsultationsphase zwischen Mitte 2025 und Anfang 2026 wurden die ersten Vorschläge für die künftige Strukturen der Stadt- und Kreiskirchen sowie der Stadt- und Kreispfarreien bei sieben Regionalkonferenzen  mit rund 700 Menschen beraten. Anschließend haben die „Christlich leben. Mittendrin.“-Verantwortlichen über 170 Rückmeldungen  von Gremien, Gruppen und Einzelpersonen aus dem Bistum erhalten und ausgewertet. Auf dieser Grundlage hat der Gemeinsame Rat im Bistum Essen sieben Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Vorschläge verabschiedet. 

Was waren die wichtigsten Ergebnisse dieser Beratungen?‎

Die über 170 Rückmeldungen von Gremien, Gruppen und Einzelpersonen, die die „Christlich leben. Mittendrin.“-Verantwortlichen nach der Konsultationsphase (Mitte 2025 und Anfang 2026) erhalten haben, zeigten eine grundsätzliche Zustimmung zur Zielrichtung von ‎„Christlich leben. Mittendrin.“‎, zugleich aber auch deutliche Klärungsbedarfe, insbesondere bei folgenden Themen:

  • der realistische Umgang mit personellen und finanziellen Ressourcen, 

  • die künftige Rolle des Ehrenamts, 

  • Fragen von Synodalität und Partizipation, 

  • die Klärung von Zuständigkeiten 

  • die Spannung zwischen pastoralen Zielen, Strukturfragen und finanziellen Rahmenbedingungen. 

Wie geht es mit den Empfehlungen zu den Modellvorschlägen weiter?‎

Der Gemeinsame Rat im Bistum Essen hat im März 2026 sieben Empfehlungen zur Weiterentwicklung von ‎„Christlich leben. Mittendrin.“ ‎ verabschiedet; Bischof Franz-Josef Overbeck hat diese Empfehölungn angenommen und die Programmleitung und die Steuerungsgruppe beauftragt, konkrete Umsetzungsschritte zu planen. Zugleich werden auf der ‎„Christlich leben. Mittendrin.“‎-Website bereits lokale Prozesse in Oberhausen, Bottrop und Bochum dargestellt.

Sind die künftigen Strukturen schon endgültig entschieden?‎

Nein. Die bisherigen Modelle für Stadt- oder Kreiskirche sowie Stadt- oder Kreispfarrei wurden zunächst als Vorschläge in den Konsultationsprozess (Mitte 2025 und Anfang 2026) gegeben. Mit den Empfehlungen des Gemeinsamen Rats ist die Richtung für die weitere Entwicklung klarer geworden, die konkrete Ausgestaltung wird nun weiter erarbeitet.

 

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