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Logo Christlich leben. Mittendrin. Kirche gestalten.

Der Umsetzungsprozess

Die Einführung einer Stadt- bzw. Kreispfarrei und der dazugehörigen Stadt- bzw. Kreiskirche im Rahmen des Programms „Christlich leben. Mittendrin.“ ist ein vielschichtiger und sorgfältig geplanter Prozess. Er gliedert sich in mehrere aufeinanderfolgende Phasen, die von qualifizierten Fachpersonen begleitet werden und jeweils klar definierte Ziele und Aufgaben umfassen.

Im Mittelpunkt steht dabei der Anspruch, gemeinsam mit allen beteiligten Akteur:innen tragfähige Strukturen und pastorale Perspektiven für eine vernetzte Kirche in der Region zu entwickeln. Beginnend mit einem intensiven Vorprozess zur Orientierung und Verständigung, über die koordinierte Fusion der beteiligten Pfarreien bis hin zum Aufbau eines starken kirchlichen Netzwerks in der Stadt oder dem Kreis: Jeder Schritt dient dazu, christliches Leben vor Ort zukunftsfähig zu gestalten – verlässlich, partizipativ und nah an den Menschen.

Vorprozess

Zunächst findet ein Vorprozess statt, der mindestens sechs Monate dauert und von einer Person aus der Abteilung Entwicklung pastoraler Handlungsorte begleitet wird. In dieser Phase werden Gespräche mit den Pfarreileitungen, Pastoralteams, Gremien und Partnern geführt, um alle Beteiligten mit dem Programm vertraut zu machen, ihre Rollen zu klären und die wichtigsten Akteure kennenzulernen. In diese Phase stellen sich die Pfarreien gegenseitig ihre PEP-Voten vor und erkennen erste Synergien und Dopplungen.

Während des Vorprozesses benennt das Ressort Kirchenentwicklung eine Prozessleitung für die weiteren Prozesse in dieser Region. In dieser Phase wird die Fusion initiiert. Dazu berät Bischof Dr. Overbeck mit den Beteiligten die grundlegenden Entscheidungen zur Fusion wie z.B.:  Welche Pfarreien fusionieren in welche Form? Welche Kirche wird die Pfarrkirche? Welchen Namen trägt die neue Pfarrei? Wer leitet die neue Pfarrei?  
Ziel dieser Phase ist es, ein gemeinsames Verständnis und eine klare Basis für die weiteren Schritte zu schaffen.

Hauptprozess

Der Hauptprozess, der sich über mehrere Jahre erstreckt, gliedert sich in zwei Teile: 
a) Entwicklung der Stadt-/ Kreispfarrei / Vorbereitung der Partner (18 Monate)
b) Entwicklung der Stadt-/ Kreiskirche (12 Monate)

Entwicklung der Stadt-/ Kreispfarrei / Vorbereitung der Partner

Die Prozessleitung initiiert gemeinsam mit dem Ressort Kirchenentwicklung die Gründung von zwei Teilprojektteams für Struktur/Verwaltung und Pastoral. Dazu benennen die Kirchenvorstände (Teilprojekt Struktur und Verwaltung) sowie die Pfarrgemeinderäte und Pastoralteams (Teilprojekt Pastoral) Vertreter*innen der Pfarreien. Gemeinsam bilden diese beiden Teams die Koordinierungsgruppen, die die beiden Prozesse koordiniert. 

Das Teilprojektteam Struktur und Verwaltung bereitet, begleitet von einer Person aus dem Bereich Wirtschaftliche Entwicklung der Kirchengemeinden und dem Dienstleistungsverbund, die rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen der Fusion vor. Hierzu gehört die projektbezogene Organisation, die kirchenrechtliche und staatsrechtliche Gründung der neuen Kirchengemeinde sowie die Einrichtung der Gremien und der Verwaltung, inklusive Buchhaltung und Immobilien. Der genaue Zeitplan sowie die einzelnen Schritte sind im Handbuch Fusion[MB1]  festgelegt und vertieft beschrieben. Die Fusion wird zum Jahreswechsel vollzogen.

Das Teilprojektteam Pastoral entwickelt, unterstützt von der Prozessleitung, die Pastoral der Stadt-/ Kreispfarrei. Dazu werden Kriterien für eine zukunftsfähige Pastoral erarbeitet, und die Voten der Pfarreien zusammengeführt, um Synergien und Widersprüche zu erkennen.

Im nächsten Schritt werden die Kernaufgaben der Stadt-/ Kreispfarrei festgelegt. Gemeinsam mit der Pfarreileitung der zukünftigen Stadt-/ Kreispfarrei berät das Teilprojektteam über pastorale Schwerpunkte, Orte, personelle Zuständigkeiten und konzipiert Querschnittthemen wie Ehrenamtskoordination und Kommunikation.

Mit der Gründung der Stadt-/ Kreispfarrei hat die Koordinierungsgruppe ihr Ziel erreicht und löst sich auf. Die neue Pfarrei ist nun einer der Partner in der Stadt-/ Kreiskirche und wird von der Pfarreileitung und den neu gewählten Gremien gesteuert. 

Während sich die zukünftige Stadt-/ Kreispfarrei strukturell und inhaltlich entwickelt, bereiten sich die Partnerorganisationen, wie das Diözesan-Caritas-Verband (DiCV), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kulturressort ebenfalls auf die Entwicklung der Stadt-/ Kreiskirche vor. Ziel ist es, Themen für die Stadt-/ Kreiskirche zu identifizieren, strategische Ziele zu entwickeln, personelle Ressourcen zu identifizieren und Synergien zu erkennen. Gemeinsam reflektieren die Partner ihre christliche Identität sowie erste pastorale Schwerpunkte.

Entwicklung der Stadt-/ Kreiskirche

Der Teilprozess zur Entwicklung der Stadt-/ Kreiskirche dauert ca. 12 Monate. Ein Projektteam, das aus Vertreter*innen der Partner besteht und von der Prozessleitung geführt wird, koordiniert den Prozess. In Denkfabriken entwickeln Haupt- und Ehrenamtliche partnerübergreifend ihre Themen und gestalten somit die Pastoral der Stadt-/ Kreiskirche. Weitere Vertreter*innen der Partner, Repräsentanten der Stadtgesellschaft sowie der Kooperationspartner geben in einem Beirat Resonanzen auf die Planungen. Im so entstehenden Netzwerk der Partner in der Stadt-/ Kreiskirche wird die Gründungsvereinbarung mit den pastoralen Schwerpunkten formuliert und verabschiedet. 
Zur Steuerung der Stadt-/ Kreiskirche gründen die Partner eine Steuerungsgruppe und benennen eine Leitung der Stadt-/ Kreiskirche. In der operativen Arbeit werden diese von einem Koordinierungsbüro unterstützt, das Aufgaben in den Bereichen Netzwerk, Kommunikation und Organisation übernimmt.

Umsetzungsprozess

Der Umsetzungsprozess umfasst die Steuerung der Stadt-/ Kreiskirche durch die entsprechenden Gremien und die Möglichkeit, Coaching-Angebote für Leitung und Gremien in Anspruch zu nehmen, um die nachhaltige Entwicklung der Stadt-/ Kreispfarrei sicherzustellen sowie die Zusammenarbeit zu evaluieren.

 

Melden Sie sich gerne Fragen und Anmerkungen zum Prozess. 
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